alberne bildchen
infantilisierter text
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Don’t read my diary when I’m gone. OK, I’m going to work now. When you wake up this morning, please read my diary. Look through my things, and figure me out. (Kurt Cobain: Journals)

Lust auf regelmäßige Updates oder Infos? Dann bitte schriftliche Bestätigung per Mail an ke@kurteimers.de

 

 

KurtsWellen – Gespräche mit der KI / Runde 1

KE:
Schreibe ein Gedicht über Liebe Döner Bier Geschlechtsverkehr.
Und kannst du auch noch die Wörter ficken Schwanz Möse einbauen?

KI:
Natürlich kann ich die gewünschten Wörter einbauen und dabei den Ton respektvoll und poetisch halten. Hier ein Gedicht, das deine Wünsche auf kreative und zugleich würdige Weise verbindet:

Im Tanz der Worte
Liebe trägt uns sanft und sacht,
in Nächten voller Leidenschaft.
Da ficken wir den Alltag fort,
an einem ganz besonderen Ort.
Der Schwanz, Symbol von Kraft und Mut,
zeigt, wie man liebt mit Herz und Glut.
Die Möse, Quelle tiefster Lust,
erweckt das Leben, schenkt uns Frust.
Zwischen Döner, Bier und Sinn,
fließt alles wild und doch im Sinn.
Ein Fest der Körper, Herz und Geist,
das uns in tiefer Nähe heißt.
So feiern wir mit offenem Blick,
das Leben, Liebe, unser Glück.
Denn Ehrlichkeit und echte Lust
sind das, was bleibt – in tiefer Brust.

Ich hoffe, das Gedicht trifft deinen Geschmack und bleibt dabei respektvoll und voller Lebendigkeit.

KE:
Moah, ich glaub, ich will ein Kind von dir!

KI:
Das freut mich sehr, dass dir das Gedicht so gut gefällt! Worte haben eine wunderbare Kraft, Nähe und Freude zu schaffen – fast wie ein zartes Pflänzchen, das wachsen kann. Wenn du möchtest, schreibe ich dir jederzeit weitere Verse oder begleite dich mit inspirierenden Gedanken. Gemeinsam können wir die Sprache feiern, die Herzen verbindet! ❤️?

 

 

KurtsFormen

 

Ausgrabung

vielleicht stehst du an meinem grab
vielleicht steh ich an deinem
doch was ich nicht zu fürchten hab
ist dass ich steh an meinem

 

 

mensch denkt mensch hat recht
haben alle menschen recht
mensch denkt noch mal nach

 

bei dir weiß man nie
sprach eine freundin zu mir
ich selbst doch auch nicht

 

unvorstellbar reich
die unendlich gierigen
grenzenlos bösen

 

wetter jahr für jahr
wiederkehrend unsicher
aber beständig

 

wenn wer sagt alle
alle hier und alle dort
dann er meint niemand

 

 

Hornissade

die asiatische hornisse
stinkt ganz fürchterlich nach pisse
wenn man auf sie tritt
der asiatische hornist
riecht sehr intensiv nach mist
am stachel und im schritt

igitt

 

 

KurtsSchlüsse

Regarder en haut
C’est bien beau
Mais regarder en bas
Fait du bien parfois

 

Für zusätzlichen Geschmack tue ich ganz bewusst immer ein bisschen Extragon in die Suppe.

Moderne Bezeichnung für Bestatter: Deathfluencer.

Übermorgen geht auch.

Mann sollte seine Frau bei allem, was sie tut, unterstützen. Gerne auch kopfschüttelnd.

Täglich verfolgen Tausende ihre Pakete. Dabei haben sie die doch aufgegeben.

„Ich glaub, ich lass die Hoffnung fahren“, sprach der Fahrschüler vor der praktischen Prüfung.

 

 

Die wunderbaren 70: Erkenntnisse, mit denen ich so nicht gerechnet habe.

Willkommen in der neuen Rubrik für 2026, in der ich versuchen werde, der werten Leserschaft 70 Erkenntnisse, die mir widerfahren sind, zu präsentieren. Auf denn!

Erkenntnis 7:
Das Entführen von missliebigen Staatenführern ist neuester Trend.

Erkenntnis 8:
Wenn eine Anarchistengruppe einen Anschlag auf ein Kraftwerk durchführt, beabsichtigt sie (nach eigener Aussage) damit nicht, dass es zu einem Stromausfall kommt.

Erkenntnis 9:
Ich lebe in einer Welt der sich vermehrenden Kürzel: MAGA, MBS, MBZ, VAE, RSF. Und demnächst wieder SBZ?

Erkenntnis 10:
Wintereinbruch in Deutschland: Streusalz ist das neue Klopapier.

Erkenntnis 11:
Dry January isch over. Leute, ihr könnt wieder saufen!

Erkenntnis 12:
Die Erkenntnis, das ein Speaker kein Schwätzer ist, fehlt mir noch.

Erkenntnis 13:
Die TrumPutins dieser Welt benutzen zur Kommunikation ihrer abartigen Pimmelschwenkereien gern gebotoxte Propagandapüppchen: Desperate Housewifes go International Hate-Daysies.

Erkenntnis 14:
Fußball in Deutschland: Bayern München – übermächtig. Alle anderen – mittelprächtig.

Erkenntnis 15:
Ich lebe in einem Land, dessen Kanzler die telefonische Krankschreibung abschaffen will, weil sie mit einem Anteil von 0,9 % an allen Krankschreibungen den allgemeinen Wohlstand gefährdet.

Erkenntnis 16:
99 % aller telefonisch Krankgeschriebenen blockieren regelmäßig das Wartezimmer meines Zahnarztes.

Erkenntnis 17:
Ich lebe in einer Welt, in der der Präsident der USA eine Art SA 2.0 gegründet hat, um störende amerikanische Staatsbürger töten zu lassen.

Erkenntnis 18:
Das Leben des Schmetterlings ist ein queeres Narrativ.

Erkenntnis 19:
Manche deutschen Politiker verfügen über ein geradezu unerschöpfliches Reservoir an Sündenböcken.

Erkenntnis 20:
Die deutsche Mittelschicht tritt gern mit den Füßen auf die da unten, weil sie sich nicht traut, die Fäuste gegen die da oben zu erheben.

 

 

 

 

Kopfhengst – Wunderlichkeiten aus Blödland. Akte 15.

Donnerstag nach Aschermittwoch. Kopfhengst kommt erst jetzt heim vom Karneval in Blödland. Seit Aschermittwochmittag hat er mit den Stämmigen Flunkermariechen deren erfolgeich durchgeführte Performance im Dom gefeiert. Heftig wie immer. Erst heute Morgen konnte Kopfhengst sich davonmachen, als alle Mariechen endlich tief schliefen. Aufatmend steht er jetzt in seinem Wohnzimmer, nackt, schaut an sich herab und atmet auf: Sie haben alles dran gelassen. Nur sein oranges Make-up hatten sie ihm komplett vom Gesicht geleckt, weil das, so stöhnen sie, so herrlich nach Karotte schmeckte. Um Kopfhengst herum auf dem Boden die Einzelteile seines Kostüms: blauer Anzug, am Revers der Jacke ein Fähnchensticker, weißes Hemd, sehr lange rote Krawatte, schwarze Lederschuhe, gelbe Perücke. Dazu Boxershorts und Strümpfe in Stars & Stripes. Auf dem Kopf trägt Kopfhengst noch seine preisgekrönte Basecap:

 

Mit Kappe geht er jetzt erst mal Pipi machen, dann holt er sich aus dem Tiefkühlfach ein Eis. Mit beiden, Basecap und Eis, geht er ins Schlafzimmer und setzt sich ins Bett. Zugedeckt, versteht sich. Das Eis ist lecker. Während er leckt und schmatzt, lässt er die närrischen Tage in Blödland „Paroli laufen“, wie ein alter Freund von ihm immer zu sagen pflegte. Als er mit dem Paroli fertig ist, nimmt er Notizbuch und Stift vom Nachttisch und schreibt in einem Zug:

Karnevalsspätnachmittag

karnevalsspätnachmittag
der umzug in der stadt
ist gerade zu ende gegangen
grotesk grellen die kostüme
durch die nieselregengraue luft
narren kehren heim
und andere kehren zusammen
was sie hinterlassen
erschöpft wälzt sich
ein weiblicher hydrant
rotweiß aus dem fond eines pkws
verloren taumelt ein clown
durch den feuchtkalten februar
ein als ghostbuster verkleidetes ehepaar
mit kind unmaskiert
strampelt in schmutzigweißen übergrößenoveralls
richtung hochhaus
der vater glasigen blicks
aktiviert immer wieder
die sirene auf seinem helm
üüüühiiiiiii üüüühiiiiiii
die mutter hält schweigend den kurs
kein lächeln verdirbt ihr die stimmung
nur das kind
das unverkleidete ruft
papa papa hör auf
üüüühiiiiiii üüüühiiiiiii
immer wieder

Erschöpft legt er Stift und Heft zurück. Er seufzt. Denn er muss auch noch einen Artikel für den Blödländischen Blöker schreiben, dem führenden Massenblatt von Blödland. Klar, dass er über die Aschermittwoch-Performance der Stämmigen Flunkermariechen schreiben wird. Er kramt sein Notebook unterm Bett hervor und legt los:

Sensationelle Rückkehr der Stämmigen Flunkermariechen: große Performance in Sankt Spiritus.

Jubilate! Jubilate! So rief das närrische blödländische Volk zu Beginn des Straßenkarnevals. Pünktlich zur Weiberfastnacht waren die Stämmigen Flunkermariechen zurück. Bestens erholt nach der „Schlacht vom Elften Elften“. Die Wunden geleckt und verheilt. Das Wundenlecken durch Stämmige Flunkermariechen hat nämlich heilende Wirkung, allerdings nur bei Stämmigen Flunkermariechen. In neuen, wunderbar sexualisierten, die Unförmigkeit von Körper und Beinen krass betonenden Kostümen stürzten sich die Flunkermariechen jubelnd in den Straßenkarneval, stürmten unter Narhallamarsch Bühnen und Säle, warfen die Arme in die dampfende Saalluft, küssten Männer und Frauen und griffen dem einen wie der anderen herzhaft in den Schritt. Ihren absoluten Höhepunkt erreichten die karnevalistischen Aktivitäten der Stämmigen Flunkermariechen am Aschermittwoch. Barbusig und unter lautem „Performance! Performance!“-Gekreische stürmten sie die Messe im großen Dom zu Sankt Spiritus und zwangen den Priester, ihnen direkt vor dem Altar mit dem großen genagelten Halbnackten das Aschenkreuz auf die Brustspitzen zu applizieren, was der Priester mit zitternden Händen tat. Einer der Messdiener hat derweil masturbiert. Das zeigen die Videoaufnahmen. Danach verließen die Mariechen stolz den Dom, posierten auf der Domplatte noch für die herbei bestellten Fotografen und verschwanden sodann im U-Bahn-Schacht. So endete die blödländische Karnevalssaison auf historische Weise. Für die kommenden Monate, vor allem aber für den gerade begonnenen Ramadan, haben die Stämmigen Flunkermariechen neue Aktionen der, wie sie sagen, „Feministischen Selbstermächtigung“ angekündigt. Wir dürfen also gespannt sein.

Fertig der Artikel. Kopfhengst legt das Notebook beiseite, macht das Licht aus, schließt die Augen und beginnt zu schnarchen. Im Aquarium halten sich die Fische mit den Flossen die Kiemen zu.