Lufthansa hat Sprit-Problem gelöst: Sie fliegen jetzt mit Kerosinen.

Für alle, die nicht sehen wollen, dass es – trotz allem – noch immer entscheidende Unterschiede gibt:
„Tausende demonstrieren in Tel Aviv gegen den Krieg: Protestierende fordern ein Ende der Angriffe im Libanon, in Gaza und im Iran.“ (DIE ZEIT, 12.4.26)

Picknick in Deutschland:
Erst wird gegrillt.
Dann wird gechillt.
Dann wird die Gegend zugemüllt.

Rund um das Elend und Sterben einer Buckelwals an der deutschen Ostseeküste wütete in den Medien eine Schlacht aus Schuldzuweisungen, Beleidigungen, Drohungen und Selbstmitleid. Schade, dass der Wal das nicht mitbekam, er hätte vor Entsetzen genug Kraft gefunden, wieder ins weite Meer hinaus zu schwimmen, nur weit weg von diesen Kreaturen da an Land.

Die Verniedlichung von Konzernen und Großunternehmen mit eindeutig einseitiger Profitorientierung zu familiengeführten Klein- und Mittelunternehmen durch CDU/CSU ist nicht nur eine politische Frechheit, sondern auch ein Schlag ins Gesicht aller familiengeführten Klein- und Mittelunternehmen. Doch die sind in diesem Fall anscheinend schmerzfrei.

Für 70 % aller Choleriker vergeht die Zeit wie im Fluch.

 

Gespräche mit der KI / Runde 2

Am Montag, dem 16.3.2026, hatte ich diesen Dialog mit der KI von ECOSIA:

KE: Heute ist der 16. März 2026, 13 Uhr 25. Korrekt?
KI: Heute ist der 16. März 2024, 13:26 Uhr in Neuss, Deutschland. Wenn Sie Fragen zu aktuellen Ereignissen oder anderen Themen haben, helfe ich Ihnen gerne weiter.
KE: Nein, heute ist der 16. März 2026!
KI: Es tut mir leid, aber das ist nicht korrekt. Heute ist der 16. März 2024. Wenn Sie Fragen zu aktuellen Ereignissen oder anderen Themen haben, helfe ich Ihnen gerne weiter.

 

– Die Stadt Düsseldorf bezeichnet sich in einer Werbekampagne als „olympiareif“.
– Schau an, so nennt man das jetzt.

 

5 % aller Fußballfans verwechseln die Tätowierungen der Spieler mit der Trikotwerbung.

Die wunderbaren 70: Erkenntnisse, mit denen ich so nicht gerechnet habe.

Willkommen in der neuen Rubrik für 2026, in der ich versuchen werde, der werten Leserschaft 70 Erkenntnisse, die mir widerfahren sind, zu präsentieren. Auf denn!

Erkenntnis 1:
Ich lebe ich einem Land, in dem Feuilletons Sätze wie „Chabos wissen wer der Babo ist“ für kulturell wertvoll halten.

Erkenntnis 2:
Ich lebe in einem Land, in dem Bahnhöfe wegen Arbeiten gesperrt werden, die man dann nicht durchführt.

Erkenntnis 3:
Ich lebe in einem Land, in dem man Abfälle verbuddelt, anstatt sie zu vermeiden.

Erkenntnis 4:
Ich lebe in einem Land, in dem man nicht mehr übergewichtig, sondern mehrgewichtig ist.

Erkenntnis 5:
Ich lebe in einem Land, in dem es viel zu viele Mehrgewichtige gibt.

Erkenntnis 6:
Silvesterböllern ist eine kultivierte Tradition der Völkerverständigung: Seht, wir sind genauso bescheuert wie ihr.

Erkenntnis 7:
Das Entführen von missliebigen Staatenführern ist neuester Trend.

Erkenntnis 8:
Wenn eine Anarchistengruppe einen Anschlag auf ein Kraftwerk durchführt, beabsichtigt sie (nach eigener Aussage) damit nicht, dass es zu einem Stromausfall kommt.

Erkenntnis 9:
Ich lebe in einer Welt der sich vermehrenden Kürzel: MAGA, MBS, MBZ, VAE, RSF. Und demnächst wieder SBZ?

Erkenntnis 10:
Wintereinbruch in Deutschland: Streusalz ist das neue Klopapier.

Erkenntnis 11:
Dry January isch over. Leute, ihr könnt wieder saufen!

Erkenntnis 12:
Die Erkenntnis, das ein Speaker kein Schwätzer ist, fehlt mir noch.

Erkenntnis 13:
Die TrumPutins dieser Welt benutzen zur Kommunikation ihrer abartigen Pimmelschwenkereien gern gebotoxte Propagandapüppchen: Desperate Housewifes go International Hate-Daysies.

Erkenntnis 14:
Fußball in Deutschland: Bayern München – übermächtig. Alle anderen – mittelprächtig.

Erkenntnis 15:
Ich lebe in einem Land, dessen Kanzler die telefonische Krankschreibung abschaffen will, weil sie mit einem Anteil von 0,9 % an allen Krankschreibungen den allgemeinen Wohlstand gefährdet.

Erkenntnis 16:
99 % aller telefonisch Krankgeschriebenen blockieren regelmäßig das Wartezimmer meines Zahnarztes.

Erkenntnis 17:
Ich lebe in einer Welt, in der der Präsident der USA eine Art SA 2.0 gegründet hat, um störende amerikanische Staatsbürger töten zu lassen.

Erkenntnis 18:
Das Leben des Schmetterlings ist ein queeres Narrativ.

Erkenntnis 19:
Manche deutschen Politiker verfügen über ein geradezu unerschöpfliches Reservoir an Sündenböcken.

Erkenntnis 20:
Die deutsche Mittelschicht tritt gern mit den Füßen auf die da unten, weil sie sich nicht traut, die Fäuste gegen die da oben zu erheben.

Erkenntnis 21:
Die steinreichen Golfstaaten finanzieren lieber die Flüchtlingslager ihrer muslimischen Mitmenschen in anderen Ländern, statt diese Menschen bei sich aufzunehmen.

Erkenntnis 22:
Für die Politik in Deutschland ist dies anscheinend kein Thema.

Erkenntnis 23:
In der aktuellen Trump-Administration (Stand März 2026) identifizieren sich zahlreiche Kabinettsmitglieder und Berater als gläubige Christen ­– und verstoßen permanent gegen die 10 Gebote und begehen sogar sog. Todsünden wie z.B. Hochmut, Habgier oder Zorn.

Erkenntnis 24:
Ich lebe in einem Land, in dem Wale verstehende Influencer gerne mal einen auf dicken Neoprenanzug machen.

Erkenntnis 25:
Ich lebe in einem Land, in dem Wölfe Frauen beißen, Wale aber nicht.

Erkenntnis 26:
Ich lebe in einem Land, in dem sich die selbsternannten Guten gerne über alles echauffieren, was in ihr Feindbild passt.

Erkenntnis 27:
Ich lebe in einem Land, in dem die selbsternannten Guten sich gern das Maul zerreißen über Dinge, die sie dazu aus dem Zusammenhang reißen.

 

 

Deutsche Urlauber sind wieder unterwegs in ihre verschiedenen Paradiesgärten. Dahinter die Zones of Interest des jeweiligen totalitären Regimes. Aber wen stört das schon?

 

Hijab schützt vor sexueller Belästigung? Aber wieso wird überhaupt belästigt?

Bei Linkedin gibt es einen Beitrag „Hijab Protects Adolescent Girls and Women from Sexual Harassment“ https://lnkd.in/eFi Darin wird argumentiert, dass der Hijab ein Mittel zum Schutz vor sexueller Belästigung ist. Wenn der Hijab tatsächlich ein Mittel zum Schutz vor sexueller Belästigung durch Männer ist, dann muss ja wohl folgerichtig die Gefahr einer solchen sexuellen Belästigung real bestehen. Also wage ich hiermit zu fragen: Haben die Männer, vor allem die in den Gesellschaften, in denen der Hijab Pflicht ist, immer noch nicht gelernt, dass man Frauen nicht belästigt? Also ganz prinzipiell nicht? Was sind das eigentlich für Männer? Was ist das für eine Gesellschaft, in der sich Frauen verhüllen müssen, damit sie nicht von Männern sexuell belästigt werden? Wieso müssen die Frauen etwas tun, damit die Männer etwas Schlimmes unterlassen? Warum ändern nicht einfach die Männer ihr Verhalten dahingehend, dass die Frauen keinen Hijab tragen müssen? Wer hat das mit dem Hijab-Tragen eigentlich ursächlich bestimmt und wer bestimmt es bis heute maßgeblich? Und, letzte und entscheidende Frage: Wem nutzt das alles am Ende?

 

Über die Ausgrenzung integrationswilliger Muslime durch die CDU.

Für die CDU gehören (laut Parteiprogramm) diejenigen Muslime zu Deutschland, „die unsere Werte teilen“. Empörung bei den muslimischen Verbänden! Sie sagen: Muslime, die sich integrieren und dazugehören wollen, fühlen sich durch eine solche Formulierung ausgegrenzt. Ich frage: Wieso sollten gerade diese Muslime sich ausgegrenzt fühlen? Die Formulierung der CDU sagt doch klipp und klar, dass gerade sie dazu gehören, weil sie sich integrieren und dazugehören wollen, was wiederum impliziert, dass sie unsere Werte teilen. Muslimische Verbände beklagen, dass es für Juden und Christen diese Einschränkung „die unsere Werte teilen“ nicht gibt. Kann es sein, dass das daran liegt, dass relativ selten Juden und Christen „Allahu akbar“ brüllend auf Menschen einstechen?
Oder liegt das Problem noch ganz woanders? Zum Beispiel hier: „Das ständige Beleidigtsein ist unsere Schweinegrippe, wir überlegen jeden Tag, wer und was uns wieder gekränkt hat.“ (Hamed Abdel-Samad, ägyptisch-deutscher Politikwissenschaftler und Publizist. Der Öffentlichkeit ist er vor allem als Autor islamkritischer Werke bekannt.)

Hilfe, wir altern!

Viele Gesellschaften weltweit altern. Das Regime in China schiebt deshalb schon Panik: Hilfe, uns gehen die Soldaten aus! Also das Verheizmaterial. Auch in Deutschland: großer Jammer. Ich frage mich: Ist dieses ganze Gewese und Getöse nicht wieder nur Ausdruck quantitativen Denkens? Wachstumsideologie? Wieso muss die Bevölkerungszahl zunehmen, damit es dem Land und seinen Menschen in Zukunft besser geht? Global gesprochen: dem gesamten Planeten? Sind nicht weniger Menschen mehr? Mehr Lebensqualität, mehr Natur, mehr gutes Klima? Und weniger menschengemachte Probleme? Ja, wir altern grad in Deutschland. Ich altere mit. Und in spätestens 30 Jahren bin ich tot. Vielleicht auch früher, kommt drauf an, was alles noch passiert. Und alle anderen Alten sind dann auch tot. Und Deutschland ist rundum verjüngt. Ja, aber die Arbeitskräfte, wir haben nicht genug davon! Da, wo die Arbeit eh blöde ist. Nun, dann setzt Maschinen ein! Alle reden doch von KI! Verteilt die Arbeit anders unter den Menschen. Nach volkswirtschaftlichen und nach menschlichen Gesichtspunkten, nicht nach Profitgier. Bezahlt die Menschen anständig für ihre Arbeit. Das erhöht automatisch auch deren Sozialbeiträge. Lasst Menschen, die Arbeit brauchen, ins Land. Und lasst nicht nur die arbeitenden Menschen für die Rente und die anderen notwendigen Abgaben blechen. Sondern auch die Maschinen. Abgabepflichtige Produktionsmittel hätte Marx das genannt.

 


KurtsWelle: Kleine Paschas, großes Geschrei.

Oh sauerländisch-sauertöpfiger Fritz, was hast du getan? Von „kleinen Paschas“ hast du gesprochen, die Deutschlands Schulklassen bevölkern. Unerhört! Rassistisch! Der woke Mob tobt. Aber schauen wir doch mal genauer hin:

Was ist ein Pascha? Also spricht der Duden:

a) Titel hoher orientalischer Offiziere und Beamter.
b) Mann, der Frauen als dem Mann untergeordnet ansieht und sich von ihnen gern bedienen, verwöhnen lässt.

Ich kenne den Begriff in der Version (b) seit langem aus der Frauenbewegung. Vielleicht habe ich mich früher selbst mal wie ein Pascha verhalten. Ob sich Friedrich Merz aktuell noch wie ein Pascha verhält, kann ich nicht beurteilen. Dazu müsste man Frauen aus seiner Umgebung befragen.

Nun zu den friderizianischen „kleinen Paschas“. Dazu eine wahre Geschichte: Unlängst fuhr ich mit dem Radel auf dem Heimweg an einem Mehrfamilienhaus vorbei. Ein kleines Mädchen, so zwischen acht und zehn Jahre alt, versuchte, eine sehr volle Mülltüte in einen sehr großen Müllcontainer zu hieven. Ich half ihr. Dabei fragte ich sie: „Warum musst denn du das machen? Hast du keinen großen Bruder?“ – „Doch“, antwortete sie, „hab ich, aber der sagt, für sowas sind Frauen zuständig.“ Und nun rate man mal, was das für eine Familie war.

Aus Erzählungen von Lehrerinnen weiß ich übrigens, dass diese immer wieder mit „kleinen Paschas“ und deren respektlosem, um nicht zu sagen: frauenfeindlichem Verhalten konfrontiert werden. Die Frauen so behandeln, wie man es ihnen vorlebt bzw. vorschreibt.

Learning: Es handelt sich nicht um ein ethnisches, sondern um ein sozial-kulturelles Phänomen bzw. Problem.

Fazit: Paschas gab und gibt es in allen Farben und Facetten. Auch in Klein. Und die Erde bleibt eine Kugel und wird keine Scheibe, nur weil ein Friedrich Merz sagt, sie sei rund.

 


KurtsWelle: Baby-Boomer-Bashing in der ZEIT/CAMPUS (online unter zeit.de)

Ein gewisser Ben Jagosia, 17 Jahre, 11. Klasse Gymnasium Schloss Salem, schreibt Ende Februar in der Rubrik „Streit“ einen Beitrag zum Thema „Soziales Pflichtjahr“. Tenor: Ich, Ben Jagosia, bin bereit, als junger Mensch einen solchen Dienst zu leisten, wenn Menschen nach Ablauf ihres Berufslebens, also die aktuellen und zukünftigen Rentner und Pensionäre, ebenfalls einen solchen Dienst leisten.
Mal ganz abgesehen davon, dass es philosophisch betrachtet interessant ist, die eigene gute Tat nur unter der conditio sine qua non durchzuführen, dass andere ebenfalls dieselbe gute Tat tun, ist der Text des Ben Jagosia ein Beitrag zur Spaltung der Generationen in unserem Land.
Ich, ein echter Baby-Boomer Jahrgang 1955, höre bzw. lese also die Signale aus dem Ponyhof Salem – Kosten interne Schüler im Schuljahr 2021/2022 zwischen 43.500 und 48.300 Euro (ohne Nebenkosten) pro Jahr.
Wohl gemerkt: Ben Jagosias Idee eines Sozialen Jahres für jung UND alt teile ich. (Die Frage, ob als Pflicht oder freiwillig, lasse ich hier mal beiseite.) Nur, Jagosias Idee ist nicht neu: Schon jetzt können Rentner einen sog. „Freiwilligen Dienst“ leisten. Und viele tun es.
Somit wäre ich bei Ben Jagosias heillosen Pauschalisierungen, mit denen er seine Forderung nach einem Sozialen Pflichtjahr für die „Alten“ verargumentiert – nämlich mit waschechtem Baby-Boomer-Bashing (wäre ich identitäts-woke, würde ich schreiben: Rassismus gegen alte Menschen):
„Die meisten von ihnen führen ein alles andere als schlechtes Leben. Renteneintritt im Schnitt mit 64 Jahren (…) ständig steigende Lebenserwartung (…) schier endlosem Urlaub (…)  „Rentner-Kreuzfahrten“ (…) aber das Leben ist nun mal keine ständige Kreuzfahrt, auch nicht das Leben nach der Arbeit.“ Wieso muss ich da an die BILD und ihren „Florida-Rolf“ denken?
Kleiner Exkurs: Die durchschnittliche Altersrente beträgt in den neuen Bundesländern 1.292 Euro für Männer und 1.082 Euro für Frauen. In den alten Bundesländern sind es 1.212 Euro bzw. 737 Euros.
Übrigens: Dass „250.000 Deutsche ihre Rente im Ausland“ genießen, kann z.B. auch daran liegen, dass man dort a) billiger lebt und b) viele ausländische Arbeitnehmer ihren Lebensabend wieder im Heimatland verbringen. Und was kann ich dafür, dass meine Lebenserwartung steigt? Soll ich mich zu Tode saufen – mit teurem Bordeaux, versteht sich?
Aber so läuft das halt, das aktuell sehr beliebte Baby-Boomer-Bashing. „Ihr habt’s verkackt“ – so die wohlfeile Botschaft. Wohlfeil vor allem für jene, die uns einst tausende von Windeln vollgeschissen haben. Ihr habt profitiert ohne Ende und dabei die ökologischen Kosten eures Handelns häufig missachtet. Hallo? Man kann nur missachten, was man kennt bzw. weiß. Was soll ich 1965 als 10-jähriger über die ökologischen Kosten meines Lebens wissen? Und übrigens: Wer hat eigentlich mit dafür gesorgt, dass die Ben Jagosias dieses Landes heute frank und frei sprechen und schreiben können? Dass Vergangenheit aufgearbeitet wurde und wird? Dass der Nachnazimuff gelüftet wurde, das Spießertum ein (vorläufiges?) Ende fand? Wer hat in den 60ern und 70ern für sexuelle Freiheit gekämpft, für Emanzipation? Und wer hat später in den 80ern die Grünen gewählt (Baby-Boomer, von denen viele „Die Grenzen des Wachstums“ gelesen hatten.)? Wer hat gegen Rüstungswahnsinn und AKWs demonstriert?
Aber eigentlich mache ich gerade den selben Fehler wie Ben Jagosia. Ich begründe meine Meinung mit Pauschalisierungen und Gegenanklagen. Anstatt zielorientiert zu sein und mit Ben & Co. gemeinsam an einer besseren Zukunft zu arbeiten.


Probleme und ihre Lösung.


„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ (Albert Einstein) Wenn Denkweise = System, und System somit = Problemauslöser – muss ich dann das System ändern, um die von ihm ausgelösten Probleme zu lösen? Kann ich dabei Teile des Systems wiederverwenden oder muss ich alles verwerfen? Ich denke darüber mal nach in diesem Jahr 2023. Wer denkt mit?


Emojis.


Ich habe den Eindruck, die Menschen verlernen beim Umgang mit Sprache und Text, die Zwischentöne zu setzen bzw. zu erkennen bzw. zu deuten. Daher auch die vielen Emojis. Ich frage mich: Haben die Leute in ihren Posts so wenig Vertrauen in die Substanz ihrer Worte, dass sie so oft so viele Emojis setzen? Inzwischen sind manche Social-Media-Posts und Kurzmitteilungen ja nur noch Gefühlsausbrüche in Emojis. Genauer: in vorgefertigten –Pre-Design! – Gefühlen. Das Gefühl im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. Emotionalisierung wird ersetzt durch Emojisierung. Dies führt im besten Fall in die Infantilisierung von Kommunikation, im schlimmsten Fall in die kommunikative Barbarei.

 


Klimapolitik.


Anstatt sich zuerst auf die gemeinsamen, wichtigsten Überlebensziele zu einigen, um eine gemeinsame Basis für einen lösungsorientierten Diskurs zu schaffen, auf die man in jeder Methodendiskussion rekurrieren kann, wird nur über die Methoden gestritten bis hin zur aggressiven Diskrimierung der anderen Meinung. Nur falls es noch jemand nicht gemerkt hat: Es geht nicht mehr ums Rechthaben – es geht ums Überleben.